Wissenschaft & Forschung

Tsunami-Warnung bewusst zurückgehalten

Am Rande der Flutkatastrophe in Südostasien geraten die Meteorologen ins Schussfeld der Kritik: Auf Thailand soll der Meteorologische Dienst zwar eine Tsunami-Warnung erhalten haben. Um dem Tourismus-Geschäft nicht zu schaden, sie diese aber bewusst zurückgehalten worden.

In Thailand berufen sich Meteorologisches Amt und andere Wetterdienste vor allem auf die Geschichte: Im Indischen Ozean habe es schließlich seit Jahrzehnten keine Tsunamis mehr gegeben.

Eine fadenscheinige Erkärung, denn laut einem Insider sei die Warnung vor einer möglichen Riesenwelle, die bereits eine Stunde vor Eintreffen des Tsunami vorlag, bewusst zurückgehalten worden, um die Tourismuswirtschaft nicht zu schädigen.

Denn vor sechs Jahren habe man bei einem ähnlichen Fall eine Tsunami-Warnung ausgegeben und sei schließlich hart kritisiert worden, als die befürchtete Riesenwelle nie eintraf: “Uns wurde vorgeworfen, die Touristen wegen Nichtigkeiten in Aufruhr zu versetzen. Alle sagten, wir würden die Urlauber so sehr verschrecken, dass sie nie wieder nach Phuket kämen. Wir hatten das immer im Hinterkopf, als wir am Sonntag die Wetterlage sahen”, sagte ein Vertreter eines thailändischen meteorologischen Dienstes.

Natürlich bleibt fraglich, wieviele Menschen bei einer Vorwarnzeit von nur einer Stunde hätten gerettet werden können. Sicher ist dagegen: Wäre evakuiert worden und die Flutwelle wäre nicht gekommen, hätte dies mitten in der Urlaubshochsaison einen immensen finanziellen Schaden angerichtet. Und der wog bei den Verantwortlichen in Thailand offenbar schwerer.

Quelle: http://www.krone.at/index.php?http://wcm.krone.at/krone/C00/S28/A7/object_id__25962/hxcms/

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