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Schmidt-Deal: WDR-Verwaltungsrat ausgebootet

Schon drei Wochen vor seiner ersten Sendung sorgt Harald Schmidt bei der ARD für Wirbel: WDR-Intendant Fritz Pleitgen soll bei der Verpflichtung des Entertainers den Verwaltungsrat bewusst umgangen haben, um den millionenschweren Deal nicht zu gefährden.

Entgegen des üblichen Vorgehens sei die Verpflichtung von Harald Schmidt nicht durch den ARD-Verwaltungsrat abgesegnet worden. Als Kontrollorgan prüft dieser eigentlich alle Verträge des Senders, um so auch die Verschwendung von Rundfunkgebühren zu unterbinden.

Statt dessen, so berichtet die “Bild am Sonntag”, habe Pleitgen die Vereinbarung mit Schmidts Produktionsfirma Schmidt & Kogel GmbH über die ARD-Tochter Degeto abgewickelt, in deren Zuständigkeitsbereich eigentlich nur der Kauf von Vorabendserien liegt.

Als Privatunternehmen unterliegt die Degeto aber nicht der Kontrolle des ARD-Verwaltungsrates und auch der Rechnungshof hat keine Einsicht. Ideal, um einen überteuerten Vertrag mit Deutschlands Top-Entertainer an den Gebührenwächtern der ARD vorbeizuschleusen.

Ein Sprecher des WDR beeilte sich aber zu versichern, dass der Verwaltungsrat “vom Intendanten über den Stand der Verhandlungen” informiert worden sei: “Dies wird auch beim Abschluss des Vertrages geschehen.”

Schmidt soll durch den neuen Vertrag nur minimal weniger verdienen als bei seinem alten Arbeitgeber Sat.1: Insider sprechen von circa 8 Millionen Euro pro Jahr für die zweimal wöchentlich laufende Sendung von 30 Minuten. Pleitgen selbst soll sich geweigert haben, das Vertragsvolumen genau zu beziffern.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,331065,00.html

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