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Xbox 360: Microsoft zahlt drauf

Nicht, dass ich irgendwie Ahnung von BWL & Co. hätte: Aber wenn ein Produkt in der Herstellung rund 126 US-Dollar mehr kostet als im Verkauf, dann nennt man das wohl Marketing, oder? Zum Glück kann sich Microsoft ja aber Experten leisten – sollten sich also die Berechnungen von iSuppli bewahrheiten, wonach Microsoft bei der Produktion seiner gerade brandneu auf dem US-Markt erschienen Xbox 360 genau diese 126 Dollar draufzahlt, werden sich die Spezialisten wohl schon etwas dabei gedacht haben.

399 US-Dollar kostet die Xbox 360 (Premium-Version) in den USA – für ihre Bestandteile muss Microsoft laut iSuppli-Analyse aber etwa 525 US-Dollar zahlen. Diese Kosten sollen sich folgendermaßen zusammensetzen:

    – Triple-Core IBM-Prozessor: 106,- USD
    – ATI-Grafikchip: 141,- USD
    – 512 MB GDDR3-RAM von Samsung: 65,- USD
    – SiS-Southbridge: 12,- USD
    – Festplatte, DVD-Laufwerk, Gehäuse, Netzteil, Controller: 201,- USD

Xbox 360 Premium: Komponenten-Rechnung

Ein teurer Spaß für Microsoft, wenn die Rechnung stimmt: In den ersten 90 Tagen will M$ drei Millionen Xboxen absetzen, 5,5 Millionen bis Juni 2006. Macht 378 Millionen, bzw. 630 Millionen Dollar Miese. Entwicklungskosten noch nicht eingerechnet.

Gegenfinanziert werden soll das Verlustgeschäft mit satten Gewinnen aus dem Software-Verkauf. Aber so funktioniert das Konsolen-Business wohl: Schon in das Vorgängermodell Xbox soll Microsoft 12 Milliarden Dollar investiert und weitere Verluste über mehr als 2,4 Milliarden Dollar verbucht haben, schreibt das Handelsblatt.

Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft die Probleme mit seiner Xbox 360 in den Griff bekommt: Offenbar hagelt es derzeit beim Gamen mit der neuen HiEnd-Konsole nämlich noch Abstürze und Fehlermeldungen.

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