Politik

USA sollen Irak-Wahlen manipuliert haben

Der US-Journalist Seymour Hersh behauptet, dass die USA die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung des Irak vom 30. Januar gezielt manipulierten, um ihren Favoriten Allawi zu stärken und zu großen Einfluss für schiitische Parteien zu verhindern.

Im Magazin New Yorker erhebt Hersh den Vorwurf, die US-Regierung habe mit Hilfe von schwarzen Kassen und pensionierten CIA-Männern die ersten freien Wahlen im Irak beeinflusst.

Ziel sei es gewesen, die Partei des damaligen Ministerpräsidenten Ijad Allawi zu stärken, dem zunächst nur eine Zustimmung von rund drei Prozent vorausgesagt worden war. In der Wahl hatte der von den USA favorisierte Allawi dann aber doch immerhin 14 Prozent aller Stimmen erhalten.

„Geld und das Personal stamme aus verdeckten Operationen unter den Fittichen des Pentagons“, zitiert die Welt aus dem Artikel Hershs, der sich auf „ehemalige und aktive Mitarbeiter des Militärs und der Geheimdienste“ beruft. Damit hätten die USA „direkt oder indirekt Wahlfälschung, Bestechung und Einschüchterung von Wählern“ unterstützt. Ein Teil der Gelder soll auch aus irakischen Öleinnahmen gestammt haben, die zu diesem Zeitpunkt der Kontrolle durch die USA unterstanden.

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