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Staatsanwalt: Zeugen bekamen Geld von Türck

Eigentlich sieht es zur Zeit im Vergewaltigungsprozess gegen Andreas Türck gar nicht schlecht für den angeklagten Ex-Moderator aus: Die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers Katharina B. jedenfalls wird seit Tagen durch psychologische Gutachten und verschiedene Zeugen zunehmend untergraben. Einziger Haken bei der Sache: Die Staatsanwaltschaft glaubt offenbar, dass Türck und seine Anwälte einige Zeugen für ihre Aussagen bezahlt haben.

So soll ein Zeuge ausgesagt haben, Katharina B. sei „oft stark betrunken“ gewesen und habe teilweise „Orgien gefeiert“, schreibt der Focus. Eine Aussage, wie sie sich Türck und seine Anwälte besser nicht wünschen könnten, nähren sie doch den Verdacht, das angebliche Opfer könnte durchaus freiwillig Oralsex mit Türck gehabt und die Vergewaltigung anschließend nur erfunden haben. Soweit, so gut. Wenn nicht die Staatsanwaltschaft überzeugt wäre, „dass der Zeuge, ein vorbestrafter Ex-Strip-Lokal-Besitzer, Geld von Türck und seinen Anwälten bekommen habe“. Die Befürchtung: Die entlastenden Aussagen könnten mit Türcks Verteidigung abgesprochen gewesen sein.

Ein ähnlicher Verdacht war laut EXPRESS bereits zu Beginn des Prozesses geäußert worden: Auch der Zeuge Ricardo P. soll für seine entlastende Aussage Geld erhalten haben. Gegen Türcks früheren besten Freund Ralf S. soll sogar ein Strafverfahren eingeleitet worden sei: Er soll sich durch verbotene Absprachen mit Türck der versuchten Strafvereitelung schuldig gemacht haben.

Gar nicht gut kommen bei Richterin Bärbel Stock wohl auch die Umstände an, unter denen es zu den Zeugenaussagen kam: Gleich mehrere Entlastungszeugen, darunter auch zwei ehemalige Schulkameradinnen des angeblichen Opfers, sollen sich „für ihre Aussage ebenfalls direkt an die Verteidigung und nicht ans Gericht oder an die Polizei gewandt“ haben.

Gegenüber BILD schätzte Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen Türcks Erfolgsaussichten nach den Aussagen der beiden Mitschülerinnen als gut ein: „Rein inhaltlich haben die Aussagen der beiden ehemaligen Mitschülerinnen Katharina B. heute sehr schwer belastet. Wenn die Kammer den beiden Frauen glaubt, ist der Prozeß fast gelaufen.“ Wenn die angeblichen Absprachen und Bestechungen da der Verteidigung mal keinen dicken Strich durch die Rechnung machen.

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