Politik

Spekulationen über Zukunft von FDP-Chef Guido Westerwelle

Die Zukunft von FDP-Chef Guido Westerwelle scheint nach den verheerenden Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz offener denn je. Bereits vor den wichtigsten Wahlen des Jahres war Guido Westerwelle innerhalb der FDP in die Kritik geraten, nachdem sich die Liberalen seit Monaten im Umfragetief befinden. Bei der FDP sei momentan kein klares Profil erkennbar, viele Versprechen, die vor der Bundestagswahl gemacht worden sind, seien nicht eingehalten worden, so die Argumente der Westerwelle-Kritiker aus den eigenen Reihen.

Das Fass endgültig zum Überlaufen brachten nun aber die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Flog die FDP in Rheinland-Pfalz in hohem Bogen aus dem Landtag, konnten sich die Liberalen in ihrem Stammland Baden-Württemberg mit Müh und Not gerade noch im Parlament halten, büßten jedoch zusammen mit der CDU die Regierungsmehrheit in Stuttgart ein. Nun wird es für die Schwarz-Gelbe Bundesregierung in Berlin immer enger, da sich die Stimmverhältnisse im Bundesrat immer weiter in Richtung Rot-Grün verschieben.

Neben Guido Westerwelle sind auch dessen Stellvertreter Cornelia Pieper und Rainer Brüderle FDP-intern schwer in die Kritik geraten. Vor allem die Linksliberalen innerhalb der FDP fordern einen Wechsel an der Spitze der Partei und wollen, dass Westerwelle den Vorsitz an Generalsekretär Christian Lindner abgibt. Zumindest bis zum nächsten Treffen der FDP-Spitzen am 11. April dürfte Guido Westerwelle seine Ämter behalten können, spätestens auf dem Bundesparteitag der Liberalen könnte es für den Bundesaußenminister und Vize-Kanzler aber eng werden.

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1134157

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