Sport

Die „Katze von Anzing“ und der „linke Vogel“

Torwart-Legende Sepp Maier glaubt, dass Oliver Kahn mit seiner Entscheidung, als Nummer zwei hinter Jens Lehmann mit zur Fußball-WM zu fahren, die Pläne von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff durchkreuzt hat. „Das passt ihnen jetzt überhaupt nicht in den Kram“, sagte Maier der Netzeitung. Über seine Gründe für diese Annahme schwieg sich der dreimalige Fußballer des Jahres allerdings aus – die nz zumindest verrät darüber nichts. Sie dürften aber auch so klar sein.

Schließlich ist der Maier Sepp – Spitzname: „Die Katze von Anzing“ – schon 2004 noch in seiner Funktion als Bundestorwart-Trainer in der Torhüter-Frage mit Jürgen Klinsmann aneinandergeraten. Damals hatte sich Maier „offensiv für Oliver Kahn und gegen Jens Lehmann ausgesprochen“ und war in der Folge von Klinsmann von seinen Aufgaben in der deutschen Nationalmannschaft entbunden worden.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, wenn sich Maier auch jetzt wieder demonstrativ hinter Kahn stellt und zugleich Klinsmann und Bierhoff unterstellt, bei Kahns Entscheidung aus allen Wolken gefallen zu sein: „Mit dieser Entscheidung haben Bierhoff und Klinsmann nicht gerechnet. Das passt ihnen jetzt überhaupt nicht in den Kram“, so Maier in der Netzeitung. Der Umgang mit Kahn habe gezeigt, dass Klinsmann „ein linker Vogel“ sei. Erklärende Worte? Fehlanzeige.

Und die Frage von BILD, ob Klinsmann Kahn überhaupt mit zur WM nimmt, hat Maiers Nachfolger, Bundestorwart-Trainer Andreas Köpke, bei Sport1 ja schon beantwortet: „Natürlich nehmen wir Oliver Kahn mit zur WM.“ So sieht’s dann doch ein bisschen nach der Verbitterung eines nachtragenden alten Mannes aus, der mal ein ganz großer im deutschen Fußball war.

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1 comment

  1. Besserwerberblog

    Was soll der Köpke auch anderes sagen? Schön, dass er überhaupt mal was sacht. Bislang hat er sich ja eher vornehm zurückgehalten. Die Frage ist vielmehr: Hat Köpke auch was zu sagen?

    Die Thesen des Maier Sepp erscheinen mir selbsterklärend. Das der Klinsi den Kahn genauso wenig wie den Wörns, den Hammann, den Babbel, den Scholl oder sonstwen haben will, war vom ersten Moment an klar und deutlich.

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