Technik

Schon 7,5 Mio. UMTS-iPhones in den USA?

See-Container (Foto: photohome_uk; CC: by)Das Schöne am Spekulieren ist ja, dass es gerne auch mal richtig wild werden darf. Paradebeispiel ist da ja praktisch Apple, um deren Produkte es jeden Tag die verwegensten Mutmaßungen gibt. Ein besonders hübsches Exemplar macht gerade die Runde: Aus Zollunterlagen geht hervor, dass Apple seit Mitte März 2008 insgesamt 188 Schiffscontainer mit als „Electronic Computers“ deklarierten Produkten importiert hat. Völlig klar, dass das die neuen UMTS-iPhones sein müssen. Oder?
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Aufgefallen sind die mysteriösen Container bei ImportGenius, die als Dienstleister für Unternehmen die öffentlich zugänglichen Zollunterlagen nach nützlichen Informationen über Wettbewerber scannen. Dort fielen die Transporte in Auftrag von Apple aus China in den Hafen von New York auf, weil zum ersten Mal die Warenbezeichnung „Electronic Computers“ verwendet worden sei. Messerscharf folgert das Blog von ImportGenius: „Das kann nur das neue UMTS-iPhone sein!“ Eine Erklärung, warum „Electronic Computers“ allerdings ausgerechnet auf Mobiltelefone hinweisen soll, seien die computerähnlichen Funktionen des Smartphones.

Hätten die Jungs mit ihrer Vermutung wirklich Recht, hätten wir es mit beachtlichen Stückzahlen zu tun: In einen Schiffscontainer dürften rund 40.000 iPhone-Verpackungen passen, macht mal 188 Container gut 7,5 Millionen iPhones. Eine immense Menge: Von der Markteinführung bis Oktober 2007 verkaufte Apple von der ersten Generation des iPhone gerade mal 1,4 Millionen Stück. Für das am 29. März endende zweite Quartal des Geschäftsjahres 2008 hatte Apple rund 1,7 Millionen verkaufte iPhones angegeben.

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten

1 comment

  1. Aszkat

    Das Konzept, das Import Genius da aufgestellt hat ist sicherlich nicht von schlechten Eltern.
    Nur muss dazu gesagt werden, dass es nicht neu ist sonder schon andere „Firmen“ sich die Vorteile der frei einsehbaren US-Zollpapiere zu nutzen gemacht haben.
    Ich habe mal ein wenig auf US-Amerikanischen Seiten recherchiert und geguckt inwiefern andere Firmen vergleichbare Leistungen anbieten und inwiefern sie von Nutzen sein könnten.
    Um die Leistung von Importgenius in Anspruch nehmen zu können muss man zunächst einmal eine monatliche Gebühr in Höhe von 400 $ entrichten.
    Auf der Suche nach vergleichbaren Angeboten bin ich auf folgende Seiten gestoßen.
    http://www.thedatamyne.com
    http://www.piers.com

    The Datymane gibt z.B. an das sie nicht nur Daten von US amerikanischen Im u. Exportaktivitäten zur Verfügung stellen, sondern eine nicht unerhebliche Bandbreite von Costa Rica bis nach Japan anbieten.

    Interessant ist die ganze Geschichte allemal!!
    Wenn man bedenkt das größere Unternehmen in Erfahrung bringen können welche Artikel die Konkurrenz zu welcher Zeit in welche Länder exportiert, können diese Erkentnisse auf jeden Fall dazu beitragen eigene Schwächen im Unternehmen zu erkennen.
    Wenn man z.B. sieht das ein Konkurrent viele Produkte in eine bestimmte Region liefert und dort stark vertreten ist, könnte es von Nutzen sein dort verstärkt Werbung zu betreiben oder auch Firmen die von der Konkurrenz beliefert werden +direkt anzugehen um auf seine eigenen Produkte aufmerksam zu machen.

    Bleibt nur die Frage ob man bereit für diese Informationen im Jahr rund 4800$ auszugeben!?

    Falls jemand vergleichbare Seiten oder Programme kennt die evtl. sogar „4free“ zugänglich sind schreibt Sie doch bitte.

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