Politik

Schäuble als Außenminister-Kandidat gehandelt

Unions-Vize Wolfgang Schäuble war in Washington, um mal auf den Bush zu klopfen: Prompt wird der Schwabe in Berlin als designierter Außenminister für den Fall eines christdemokratischen Wahlsieges gehandelt.

Neben Gesprächen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice und Bushs Sicherheitsberater Stephen Hadley wurde Schäuble auch eine 45-minütige Audienz bei US-Präsident George W. Bush eingeräumt. Dabei sei es im Wesentlichen um außen- und sicherheitspolitische Themen gegangen.

Der BILD sagte Schäuble: „Die Reisen gehören zu meiner Funktion als Vize der Unionsfraktion“. Spekulationen, er könnte von CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel bereits für den Posten des Außenministers vorgesehen sein, konnte der 62-Jähriges damit aber nur halbherzig entkräften: „Dass sie mich gebeten hat, vor den Wahlen nach Washington und Moskau zu reisen, mag wohl auch daran liegen, dass sie etwas von meinen außenpolitischen Fähigkeiten hält.“

Schäubles Besuch bei Bush wird auch als Anzeichen dafür gewertet, dass die US-Regierung mit einem Machtwechsel bei den vorgezogenen Bundestagswahlen am 19. September rechnet: Eigentlich, so die Politik des Weißen Hauses, trifft sich der US-Präsident nämlich niemals mit Oppositionspolitikern, wenn sie nicht den Status eines Kanzlerkandidaten haben. Doch Merkel will den Namen „Bush“ lieber aus dem Wahlkampf heraushalten und verzichtet auf den sonst obligatorischen Besuch beim mächtigsten Mann der Welt.

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