Zu blöd um wahr zu sein

Zu blöd… (1): Passwortgeschützte Munition

Wie versprochen gibt’s ab heute die tägliche Ration Blödsinn. Die Premiere wird bestritten von dem deutschen Erfinder Herbert Meyerle, der auf dem Markt der Tötungswerkzeuge eine Revolution auslösen will. Der Tüftler aus dem bayrischen Maisach hat nämlich passwort-geschützte Munition erfunden. Das Projektil2.0, wenn man so will.

Sicher schießen mit verschlüsselter Munition (Screenshot: Netzeitung)

Und das funktioniert so: Statt durch die Explosion von Schwarzpulver wird die Kugel bei dem Meyerle’schen Verfahren durch eine hochfrequente elektromagnetische Welle aus dem Lauf gedrückt. Die Kugel wiederum ist mit einer Vorrichtung versehen, die sich schon beim Waffenhändler mit einem Passwort versehen lässt.

(…)

Ausgelöst wird die Welle, die die Kugel abfeuert, nur dann, wenn der Benutzer der Waffe vorher dieses Passwort in seine Waffe eingegeben hat – Meyerle stellt sich dazu laut «New Scientist» eine kleine Tastatur vor, die an der Waffe angebracht wird.

Quelle: Netzeitung

Jetzt nur nicht nervös werden. Aber: Wie war das Passwort nochmal? (Foto aus: The Transporter, (c) Universum Film)Versuche mir gerade vorzustellen, wie Polizisten zu einem Banküberfall Marke „Heat“ gerufen werden, dort von bis an die Zähne bewaffneten Bösewichten erwartet und in ein bleihaltiges Feuergefecht verwickelt werden – und dann erstmal an ihrer Kanone mit vor Adrenalin zittrigen Fingern ein Passwort in die Mini-Tastatur hacken müssen, ehe sich die Wumme dazu bequemt, auch mal zurückzuballern. Und auch der „Transporter“ wäre in der nebenstehenden Szene wahrscheinlich nicht ganz so cool, wenn ihm gerade das Passwort für sein Schießeisen entfallen wäre.

Aber vielleicht verstehe ich ja auch einfach nur die Genialität an der Sache nicht. Schließlich ist Herr Meyerle kein wirrer Daniel-Düsentrieb-Verschnitt, sondern tüftelt – wenn ich das richtig durchschaut habe – für die Unterföhringer Armatix GmbH an solchen digitalen Sicherungssystemen für Schusswaffen.

Hintergrund

Auf der Suche nach den Gerüchten und Spekulationen des Tages geht uns hier auch eine beachtliche Menge des ganz normalen Wahnsinns ins Netz – sozusagen der mediale Beifang: Berichte, Videos, Ereignisse, Zitate oder Erfindungen, so absurd und kurios, dass sie einfach zu blöd um wahr zu sein sind. Einmal täglich gegen 19 Uhr machen wir daraus die tägliche Ration Blödsinn.

Du weißt etwas, das hier auf keinen Fall fehlen darf? Her damit!

2 comments

  1. Fabian

    Naja…ich finde diese Idee eigentlich ziemlich genial, und eigentlich überhaupt nicht blödsinnig. Die Realität ist erstmal schon garnicht mit „Transporter“ zu vergleichen, und 2. dürfte es vorallem amoklaufenden Schülern deutlich schwerer fallen, an die Waffe der Eltern zu kommen…btw könnte ein Polizist auch schon bevor er in eine Schießerei rennt sein Passwort eingeben…
    also an diesem Eintrag stimm nur eins…du hast die Genialität an der Sache tatsächlich nicht verstanden….

  2. FACTorFAKE.de

    @Fabian: Gib‘ mir ne Chance, das ist mein erster Tag als Chronist des Blödsinnigen 🙂 Aber wenn du Vorschläge für noch größeren Blödsinn hast: http://www.factorfake.de/toter-briefkasten/

    btw könnte ein Polizist auch schon bevor er in eine Schießerei rennt sein Passwort eingeben…

    Das setzt voraus, dass sich jede Schießerei mit genügend Vorlaufzeit ankündigt. Ich behaupte einfach mal frech, dass das des öfteren nicht der Fall sein dürfte.

    Ich finde die Vorstellung, dass an Knarren künftig eine Tastatur klebt, einfach kurios. Warum denn nicht einfach ein Fingerabdruck-Scanner, der im Knauf integriert ist? Gehört der Fingerabdruck dem Besitzer, wird die Wumme entsichert – wenn nicht, dann nicht. Sollte ich vielleicht mal ein Patent drauf anmelden 🙂

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