Fakes Technik

Nokia-Handys vor dem Aus?

Wird jetzt „Nokia – Connecting People“ zu „Nokia – Disconnecting People“? Wir wissen es (noch) nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich früher mal ein echter Nokia-Fan war (!). Eines meiner ersten Handys war nämlich das Nokia 3310 (irgendwo hab ich es glaub sogar noch rumliegen). Heute wohl eher ein Old-School-Schinken, doch damals ein echter Hingucker – „Wooww, du hast ein Nokia?“ – ertönte es immer wieder, wenn man damit durch die Gegend maschierte oder gerade am Snake II spielen war. Tjaja, das waren noch Zeiten. Doch wie es nunmal so ist, ändert sich mit der Zeit auch so einiges – auch für Konzerne wie Nokia. Vor allem wenn deren Vorhaben nicht soooo gut angekommen, wie z.B. das vom 30. Juni 2008. An diesem Tag schloss Nokia nämlich, trotz heftiger Proteste, in Bochum die Pforten seiner Produktionsstätte und verlagerte diese ins Ausland. Das Resultat: Ein totaler Imageschaden. In den ersten 7 Monaten des Jahres 2008 brach der Umsatz in Deutschland um über 18 Prozent ein und der Marktanteil sank von 44 Prozent auf 36 Prozent.
[ad#468×60]Nun geht es wohl weiter mit der Talfahrt. Laut einem Bericht zufolge, schließt Nokia die Trennung vom Telefongeschäft nicht mehr aus. Der Grund: Ein erneuter Gewinn- und Umsatzrückgang. „Wir müssen die Chance nutzen, Nokia völlig neu aufzustellen. Aus dem Hersteller von Mobiltelefonen wird ein Anbieter von Internet-Lösungen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Nokia gestärkt aus dieser Transformation hervorgeht.“, kommentiert Nokia-Vorstand Anssi Vanjoki gegenüber der Zeitung Wirtschaftswoche die Situation von Nokia. Außerdem räumte der Manager ein, die Konkurrenz alias Google, Apple und den Blackberry-Hersteller RIM total unterschätzt zu haben: „Wir waren auf die Angriffe nicht optimal vorbereitet, weil wir den dazu erforderlichen Umbau sicherlich zu langsam angegangen sind.“

Eine komplette Neuausrichtung sei daher das neue Ziel des Konzerns, unter welcher es jedoch auch dazu führen könnte, dass sich Nokia von der Herstellung von Mobiltelefonen verabschiedet. Anssi Vanjoki dazu: „Man soll nie nie sagen. Doch heute sind unsere Fabriken und unser weltweites Logistiknetz ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, den wir nicht aus der Hand geben sollten. Noch bauen wir alle Handys selbst und sind unter anderem deshalb so erfolgreich, weil wir es schaffen, 500 Millionen Geräte pro Jahr in jeden Winkel der Welt zu transportieren.“
[ad#468×60]Aber mal ganz ehrlich liebe Nokianer, laut eigenen Angaben 500 Millionen Geräte pro Jahr erfolgreich verschiffen und mit dem Gedanken spielen sich von dieser Sparte zu trennen!?

Quellen: http://www.tagesanzeiger.ch/digital/mobil/Gibt-es-bald-keine-NokiaHandys-mehr/story/16564364 und http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia

1 comment

  1. kayn

    früher hatte ich auch mehrere nokias. durch die schließung vom werk in bochum kann ich mit nokia gar nicht mehr. ich bin stolzer besitzer eines iphones und das ist auch gut so! 🙂

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