Politik

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Sieht ganz so aus, als reiße sich die SPD mit dem Arsch ein, was sie mit den Händen mühsam zusammengehalten hatte: Erst rettet Franz Müntefering beim gewagten Drahtseilakt „Neuwahl“, was für die SPD noch zu retten war – dann bekommt er hintenrum die Rechnung präsentiert. Ganz schön linke Nummer. Und die Schockwelle dieser Abrissaktion reicht bis Berlin: Der designierte Partner CDU sieht die große Koalition gefährlich wanken und soll die Hand schon an der Schublade mit „Plan B“ haben.

Für den Fall, dass das Erdbeben in der SPD-Spitze auch die große Koalition zum Einsturz bringen sollte, werde in der CDU bereits das mögliche Szenario für erneute Neuwahlen besprochen, berichtet die Rheinische Post. Diese könnten am 26. März 2006 stattfinden. Am gleichen Tag werden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt die Landtage neu gewählt.

Eine Liebesheirat war die große Koalition ja ohnehin nie, eher eine Zwangsehe aus der Notwendigkeit heraus. Und ein Gutes hat die aktuelle Krise ja auch: Stoiber bleibt in München. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht.

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