Vermischtes

Lidl soll verseuchten Käse verkauft haben

Economic Warning Signs Increase

Auf die Verbraucher in Deutschland rollt womöglich ein neuer Lebensmittel-Skandal zu, in dem der Discounter Lidl eine unrühmliche Hauptrolle spielen könnte. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat offenbar ihre Ermittlungen gegen das in Neckarsulm ansässige Unternehmen aufgenommen und wirft Lidl den Verkauf von verseuchtem Käse vor. In Hessen soll Medienberichten zufolge sogar ein Verbraucher nach dem Verzehr des Käses gestorben sein.

Alles begann mit dem Rückruf eines Käses des österreichischen Herstellers Prolactal, der in Deutschland unter anderem auch bei Lidl zum Verkauf angeboten wird. Durch ein Frühwarnsystem bei der EU wurde bereits am 22. Januar 2010 vor dem Kauf des Produkts gewarnt. Der Käse stand im Verdacht, mit lebensgefährlichen Listerien verseucht zu sein. In Deutschland und Österreich sollen insgesamt sieben Menschen an den Folgen einer durch diese Bakterien verursachten Infektion gestorben sein. Auch Lidl rief die beiden betroffenen Käse-Sorten einen Tag später, also am 23.01.2010 zurück.

Ob Lidl den Tod des Verbrauchers aus Hessen alleine zu verantworten hat oder ob möglicherweise noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten, muss nun die Staatsanwaltschaft Heilbronn im Rahmen ihrer Ermittlungen klären. Lidl hatte wiederholt vor dem Verzehr des Prolactal-Käses gewarnt, das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg reagierte erst Wochen nach dem ersten Rückruf. Der Discounter hat der Staatsanwaltschaft bereits umfassende Unterstützung bei der Aufklärung des Vorfalls zugesichert.

Quelle: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Offenbar-Ermittlungen-gegen-Lidl_aid_857606.html

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