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Helios-Absturz: Spekulation um Schlägerei im Cockpit

Der Absturz einer Boeing 737 der griechischen zypriotischen Airline Helios bei Athen bleibt rätselhaft: Nicht nur, dass der Pilot beim Absturz offenbar nicht im Cockpit war und seine Leiche bislang nicht gefunden werden konnte – es gibt auch Anzeichen, dass es zwischen Pilot und Copilot zu Handgreiflichkeiten kam.

Der Berliner Hans-Jürgen M., der als Flugkapitän die Unglücksmaschine der Helios Airways steuerte, könnte möglicherweise seinen Copiloten Pampous Ch. im Cockpit niedergeschlagen haben. Das soll die Obduktion des Griechen ergeben haben, bei der ein Schlag auf die Schläfe festgestellt wurde. BILD zitiert M.s früheren Flugkapitän Hans Portner mit den Worten: „Er war aufbrausend, wollte immer alles besser wissen. Zweimal habe ich ihn noch vor Abflug vom Dienst ablösen lassen. Bei mir wäre dieser Mann nie Flugkapitän geworden!“

Ob es tatsächlich im Cockpit zu einem Streit zwischen den Piloten kam, ist unklar. Genauso, warum zum Zeitpunkt des Aufpralls nicht mehr der deutsche Flugkapitän an seinem Platz saß, sondern der Steward Andreas Prodromou, der offenbar versuchte, die Maschine notzulanden, als Copilot Pampous Ch. bereits bewusstlos war.

Mysteriös bleibt auch, warum es der Crew, nachdem bereits kurz nach dem Start der Alarm für akuten Sauerstoffmangel ertönte, nicht gelang, rechtzeitig ihre Sauerstoffmasken anzulegen, um den Notabstieg auf eine ungefährliche Flughöhe einzuleiten. Bei der Reiseflughöhe von 10.400 Metern müssten die Piloten zwischen Druckabfall und Bewusstlosigkeit ein Zeitfenster („TUC“, „Time of Useful Conciousness“) von rund 40 Sekunden gehabt haben, um die Masken überzustreifen. Was sie aber unerklärlicherweise nicht taten.

2 comments

  1. sds

    Helios Airways ist KEINE griechische Airline, sondern eine in Zypern registrierte Airline. Somit ist sie zypriotisch

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