Wirtschaft

Großzügig gerundet: Mercedes will 8600 statt 5000 Stellen kippen

Wenn das mal nicht an Augenwischerei Zauberei grenzt: Statt „nur“ 5000 könnte DaimlerChrysler nun laut Presseberichten sogar bis zu 8600 Arbeitsplätze abbauen – und das, ohne eine einzige betriebsbedingte Kündigung aussprechen zu müssen. Der Erfindung von Altersteilzeit und Abfindungen sei Dank.

5000 Mitarbeiter der Mercedes-Gruppe sollen nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung eine Abfindung erhalten, weitere 3600 Angestellte sollen in Altersteilzeit gehen. Klingt dramatisch, wie auch Lichtwesen findet, hat aber doch auch sein gutes: Die DaimlerChrysler-Aktie schoss nach Bekanntwerden dieser Spekulationen nämlich kurzzeitig auf ein neues Dreijahreshoch. Ist doch auch was.

Weitere 1400 Mitarbeiter können sich schon einmal an den Gedanken gewöhnen, ihren kuscheligen Stamm-Arbeitsplatz aufgeben zu müssen. Sie sollen „künftig als eine Art „Job- Feuerwehr“ je nach Auftragslage in anderen Werken eingesetzt […] werden„. Und wie lange soll das so laufen? Lanu hat da schon so eine Vermutung…

Damit wären es dann schon 10.000 Mercedesler, die sich auf Neues einstellen müssten. Erstmal trifft sich laut Die Welt aber noch der künftige DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche mit Führungskräften im Werk Sindelfingen: Dort sollen am Donnerstag Details der Abbaupläne besprochen werden.

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