Politik

SPD erwägt angeblich Rücktritt Schröders

Geschockt von den schlechten Umfragewerten des Bundeskanzlers tüftelt der SPD-Parteivorstand laut ddp an Plan B: Statt Neuwahlen durchzuführen soll Gerhard Schröder zurücktreten und Franz Müntefering das Ruder übernehmen.

Die Nachrichtenagentur zitiert ein namentlich nicht genanntes führendes SPD-Mitglied, wonach dazu auf Vorstandsebene bereits ein „ernsthaftes Szenario“ ausgearbeitet worden sei.

Sollten sich demnach Gerhard Schröders Sympathiewerte gegenüber der Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel nicht innerhalb der nächsten drei Wochen spürbar verbessern, werde der Bundeskanzler seinen Rücktritt erklären und durch SPD-Chef Franz Müntefering ersetzt.

In diesem Falle würde auf vorgezogene Neuwahlen im Herbst verzichtet, statt dessen soll Müntefering bis zum Ende der Legislaturperiode und den regulären Bundestagswahlen im Herbst 2006 für einen Stimmungswechsel in Deutschland sorgen.

Dieser Notfallplan sei im SPD-Bundesvorstand bereits „detailliert besprochen“ aber noch nicht endgültig entschieden worden, meldet ddp. Die SPD selbst dementierte den Bericht erwartungsgemäß. Sie stamme aus der „Abteilung Desinformation der CSU“, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Ludwig Stiegler.

Der ddp-Korrespondent bestreitet allerdings, bei seinen Recherchen überhaupt mit einem CSU-Mitglied gesprochen zu haben. Die Quelle sei „ein „vertrauenswürdiges Führungsmitglied der SPD“, sagte er gegenüber „Spiegel Online“.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,359418,00.html

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