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Geheimer Zusatz-Tank: BAR jeder Vernunft

GAU für BAR: Dem Formel-1-Stall BAR-Honda, mit dem Jenson Button in Imola den dritten Platz holte, droht der Ausschluss aus der Formel 1. BAR soll einen geheimen Zusatz-Tank in seinen Boliden eingebaut haben.

Wie Auto-Motor-Sport.de berichtet, steht das Team British American Racing in dringendem Verdacht, einen zusätzlichen Tank in seinen Rennautos installiert zu haben. Dieser sei auf den der FIA vorliegenden technischen Bauplänen allerdings nicht eingezeichnet.

Damit, so der Vorwurf der FIA-Rennkommissare, habe BAR-Honda nicht nur überhaupt erst das geforderte Mindestgewicht von 600 Kilogramm erreicht, sondern zudem auch einen strategischen Vorteil bekommen.

Die BAR-Piloten hätten durch die größere Spritmenge länger auf der Strecke bleiben können, außerdem wären die Boliden während des zweiten Qualifyings und den Großteil des Rennens deutlich leichter als die Konkurrenz gewesen. Das hätte sich nicht zuletzt positiv auf die Haltbarkeit der Reifen ausgewirkt.

Misstrauisch machte FIA-Chefkommissar Charlie Whiting die Tatsache, dass die BAR-Autos im Training auffallend schnelle Rundenzeiten hinlegten und im Rennen später als die Konkurrenz zum Tanken in die Box kamen. Daraufhin habe die FIA angeordnet, Buttons Wagen mit leeren Tanks und leeren Leitungen zu wiegen – mit dem Ergebnis, dass der BAR-Bolide leichter als im Formel-1-Reglement vorgeschrieben war.

Am 4. Mai will die FIA in Paris über den Fall entscheiden. Ein Insider äußerte die Vermutung, dass BAR-Honda ähnlich hart bestraft werden könnte wie Toyota 1995 in der Rallye-WM. Damals wurde das Team von der restlichen Saison ausgeschlossen und wurde zudem mit einer zweijährigen Sperre belegt.

BAR-Chef Nick Fry sieht der Verhandlung aber gelassen entgegen: „BAR-Honda wird der FIA die gleichen Daten vorlegen wie den Rennkommissaren, und wir sind zuversichtlich, dass wir einmal mehr beweisen können, dass unser Auto in allen Punkten den Regeln entspricht.“

Quelle: http://www.auto-motor-sport.de/d/81621

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