Vermischtes

Spekulationen um den geheimen Kardinal

Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. herrscht im Vatikan weiter Unklarheit darüber, wer der Kardinal ist, den das katholische Kirchenoberhaupt 2003 im Geheimen ernannt hat. Sollte sich seine Identität noch bis Beginn des Konklaves lüften, hätte dieser Kardinal bei der Papstwahl ebenfalls Stimmrecht.

Vor zwei Jahren hatten Johannes Paul II. einen Kirchenmann zum Kardinal „in pectore“ ernannt – seinen Namen hielt der Papst bis zu seinem Tod am vergangenen Samstag in seinem Herzen bzw. seiner Brust verschlossen (lat.: in pectore). Alle Hoffnungen, die Identität des geheimen Kardinals zu lüften, richten sich jetzt auf das päpstliche Testament, das bislang noch nicht vor dem Kardinalskollegium eröffnet wurde.

Die „reservatio in pectore“ ist das dem Papst vorbehaltene Recht, Kardinäle ohne Nennung des Namens zu berufen. Neben kirchenpolitischen Gründen wurde es in der Vergangenheit vor allem angewendet, um Kirchenmänner aus kommunistischen Staaten vor politischer Verfolgung zu schützen.

Bei dem Kardinal „in pectore“ könnte es sich daher Gerüchten zufolge um einen Kirchenmann aus China oder auch Russland handeln. Aber auch Stanislaw Dziwisz, der Privatsekretär von Johannes Paul II., steht im Mittelpunkt vatikanischer Spekulationen. „Im Moment weiß niemand etwas darüber“, tappt auch Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls derzeit noch im Dunkeln.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2004894

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