Politik

Nixon beauftragte den Watergate-Einbruch

Sie kostete ihn letztlich das Amt: 1974 stolperte Präsident Nixon über die „Watergate-Affäre“. Nun gibt es neue Vorwürfe, Nixon habe den Einbruch in das Watergate-Hotel sogar in Auftrag gegeben.

Bisher galt es als erwiesen, dass Richard Nixon den Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten im Watergate-Hotel im Jahr 1972 nur vertuschen wollte.

Sein früherer Mitarbeiter Jeb Magruder packte nun in Interviews aus: Der inzwischen verstorbene Ex-Präsident soll den Einbruch sogar höchstpersönlich befohlen haben.

Im Zuge der Ermittlungen in der Watergate-Affäre musste nicht nur Nixon dem Amtsenthebungsverfahren durch seinen Rücktritt zuvorkommen, auch 25 seiner Mitarbeiter wanderten ins Gefängnis.

Einer davon: Jeb Stuart Magruder. Sieben Monate musste der damalige stellvertretender Wahlkampfleiter hinter Gitter. Gegenüber PBS sagte er: „Nixon wollte immer noch mehr Informationen, er wollte seine Feinde, seine Gegner kriegen … Er hielt das für den richtigen Weg, selbst an der Spitze zu bleiben und alle anderen am Boden zu halten.“ Deshalb habe er den Einbruch in die Wahlkampfzentrale des politischen Gegner in Auftrag gegeben.

Das entsprechende Telefonat Nixons mit John Mitchell, dem Leiter des Wahlkomitees und ehemaligen Justizministers, habe er zufällig am 30. März 1972 mitgehört.

Drei Monate vor dem Einbruch hätten beide einen Plan des Wahlkampfmitarbeiters Gordon Liddy besprochen, wonach das Büro des demokratischen Parteivorsitzenden Larry O’Brien verwanzt werden sollte.

Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/zeitgeschichte/248910.html

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