Wirtschaft

Big Brother geht an die Börse

Hängt an „Big Brother“, „Wer wir Millionär?“ und „Traumhochzeit“ bald nicht nur die Einschaltquote eines TV-Senders, sondern auch gleich ein ganzer Börsenkurs? Telef�nica plant nämlich, die TV-Produktionsgesellschaft Endemol an die Börse zu bringen.

Der spanische Telekommunikationskonzern Telef�nica, zu dem seit 2000 die niederländische Produktionsfirma gehört, könnte nach eigenen Angaben mit dem Börsengang bis zu 2,5 Milliarden Euro abschöpfen. Das will die spanische Zeitung „La Vanguardia“ von Firmeninsidern erfahren haben. Telef�nica selbst schweigt bislang noch zu den Gerüchten.

Der Telefonriese hat sich 2000 mit dem Kauf von Endemol ziemlich die Finger verbrannt – 5,5 Milliarden Euro blätterten die Spanier für die Ideenschmiede von TV-Formaten wie „Big Brother“, „Wer wird Millionär?“ oder „Nur die Liebe zählt“ hin. Reichlich überteuert, denn inzwischen führt Telef�nica die holländischen Fernsehmacher nur noch mit 721 Millionen Euro in der Bilanz.

Zuletzt hatte Telef�nica ein Kaufangebot von MTV- und VIVA-Betreiber Viacom abgelehnt: Der US-Konzern hatte für Endemol rund 2 Milliarden US-Dollar geboten. Telef�nica-Chef C�sar Alierta hat bereits mehrfach betont, das TV-Produktionsgeschäft von Endemol sei nicht das Kerngeschäft von Telef�nica.

Quelle: http://www.welt.de/data/2005/02/15/463716.html

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