Vermischtes

Militärtechnik mit der Estonia geschmuggelt

Zehn Jahre nach dem Untergang der Fähre „Estonia“ keimen neue Theorien um die Unglücksursache: Der Stockholmer Zollchef berichtet von geheimer russischer Militärtechnik, die der schwedische Abschirmdienst an Bord der „Estonia“ außer Landes schmuggelte.

Lennart Henricsson, inzwischen im Ruhestand, war vor zehn Jahren Zollchef im Seehafen von Stockholm und dort unter anderem zuständig für die Abfertigung der Fähre „Estonia.

Nur zwei Wochen vor dem Untergang, bei dem 852 Menschen ums Leben kamen, habe Henricsson die Weisung „von ganz oben“ bekommen, ein bestimmtes Fahrzeug, einen Volvo, nur pro forma zu kontrollieren. Trotzdem habe er sich die Autonummer und den Namen des Fahrers notiert. Im Wagen selbst habe er „khakifarbene“ Elektronikanlagen gesehen.

Gleich darauf habe Henricsson private Erkundigungen eingeholt und festgestellt, dass der Volvo der Firma Ericsson ACCESS AB, einer Tochtergesellschaft des Elektronikriesen Ericsson, gehörte. Der Ausweis des Fahrers sei gefälscht gewesen.

Kurz darauf habe sich der Befehl an den Zollbeamten wiederholt, diesmal sollte Henricsson einen ganzen LKW nur durchwinken. Die Ladefläche sei voller elektronischer Ausrüstung der russischen Armee gewesen. Nur eine Woche später ging die „Estonia“ unter mysteriösen Umständen unter.

Von Anfang an habe Henricsson den Verdacht gehabt, dass die Schmuggelware mit dem Untergang zusammenhänge. Diese Vermutung habe ihm auch sein Exchef bestätigt. Journalisten fanden außerdem heraus, dass die verstrickte Ericsson ACCESS AB 1994 Kontakte zu der hochgeheimen Abteilung KSI des militärischen Abschirmdienstes hatte.

Ericsson montierte zu der Zeit Mobilfunkstationen rund um Leningrad. Der schwedische Geheimdienst hängte sich an die Materialtransporte von Ericsson an, um geheime Militärtechnik aus Russland zu schmuggeln.

Von russischer Seite wurden alle Anstrengungen unternommen, um diesen Handel mit geheimer Militärtechnologie zu unterbinden, verriet der frühere schwedische Militärattache im Baltikum gegenüber Reportern.

Quelle: http://www.russland-online.ru/rupan0010/morenews.php?iditem=1514

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