Politik

BND kannte Pläne zu Kosovo-Unruhen

Die Organisation der blutigen Unruhen im Kosovo im März 2004 soll auch auf das Konto eines Informanten des Bundesnachrichtendienstes gegangen sein. Obwohl der BND von den Plänen wusste, sei er untätig geblieben.

Schon Wochen vor Beginn der Ausschreitungen radikaler Kosovo-Albaner gegen die serbische Minderheit, bei denen 19 Menschen getötet und über 1000 verletzt worden waren, habe der BND Telefonate seines Informanten Samedin Xhesairi abgehört. Das soll aus Abhörprotokollen hervorgehen, die dem ZDF vorliegen.

Darin hatte der dem Terrornetzwerk Al Kaida nahestehende Islamist mit anderen Extremisten die Vorbereitungen für eine „heiße Party“ in Prizren und im Raum Urosevac abgesprochen – man wollte für „Bombenstimmung“ sorgen.

Das „heute journal“ beruft sich auf mehrere Quellen, die bestätigten, dass Xhesairi (Kampfname: „Hoxha“) auf der Gehaltsliste des BND stehe. Der Bundesnachrichtendienst selbst wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,328606,00.html

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