Wissenschaft & Forschung

Schwelbrand mit verheerenden Folgen

Ein Wissenschaftler hat eine neue Theorie entwickelt, warum die „Titanic“ mit Volldampf in ihren Untergang schipperte: Wegen eines Schwelbrandes im Kohlebunker musste die „Titanic“ Höchstgeschwindigkeit fahren.

Schon vor Jahren hatten Wissenschaftler die Theorie aufgestellt, dass die „Titanic“ viel zu schnell im Eisbergfeld unterwegs war und deshalb nur schwer navigieren konnte. Dafür spreche der hohe Kohleverbrauch, der bei Untersuchungen des Wracks nachgewiesen worden war.

Der Ingenieur Robert Essenhigh von der Ohio State University (USA) glaubt nun, auch den Grund für die Volldampf-Fahrt der „Titanic“ entdeckt zu haben: Seiner Theorie zufolge schwelte in den Kohlebunkern ein Brand. Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, habe die Schiffsfeuerwehr die schwelende Kohle in die Brennkessel geschaufelt. Dadurch habe sich der Kesseldruck erhöht, die Turbinen liefen immer schneller und trieben die „Titanic“ auf Höchstgeschwindigkeit.

Für Kapitän Smith sei es bei dem hohen Tempo daher unmöglich geworden, das Schiff sicher durch die Eisberge zu manövrieren – mit bekannterweise tragischen Folgen.

Quelle: http://www.welt.de/data/2004/11/06/356167.html

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