Wirtschaft

Rest in Peace, Dotcomtod.com

Dotcomtod ist tot. Still und leise eingeschlafen, von der Öffentlichkeit unbeachtet. Ein trauriger, ein einsamer Tod. So also sterben Aasgeier, die sich jahrelang zynisch am Siechen und Verwesen der deutschen New Economy weideten. Ein Streit unter seinen anonymen Machern soll dct wie ein Krebsgeschwür von Innen heraus zerfressen haben.

Seit 2001 wurden auf Dotcomtod.com scheiternde Unternehmen der New Economy ausge“boo“t. Meist weit unter der Gürtellinie. Immer anonym.

Nun ist dct selbst den Weg alles Irdischen gegangen – und macht dabei eine viel erbärmlichere Figur als die meisten Dotcom-Pleiten, die beim „führenden Anbieter exitorientierter Unternehmensmeldungen“ in den vergangenen drei Jahren öffentlich demontiert wurden.

Von einen Tag auf den anderen wurde die Seite stillgelegt – nicht etwa, wie zu erwarten gewesen wäre, mit staatsanwaltlicher Hilfe. Sondern vom dct-Webmaster selbst. Hinter den Kulissen scheint unter den anonymen Betreibern des Portals ein nicht zu schlichtender Streit entbrannt zu sein, wer rechtlich für Dotcomtod haftet.

Denn trotz aller Anonymität: Im Briefkasten der virtuellen Totengräber müssen sich die Abmahnungen und Strafanzeigen ge“boo“ter dct-Opfer gestapelt haben. Und wenigstens einer der augenscheinlich so abgebrühten dct-Macher hat wohl kalte Füße bekommen.

Friede deiner Asche, Dotcomtod.com.

Quelle: http://www.netzeitung.de/internet/308668.html

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