Politik

Nordkorea: Explosion in Luft aufgelöst

Erst war es der Rauchpilz eines geheimen Atomwaffentests, dann die Sprengung eines gesamten Berges – nun soll sich die Explosionswolke, die letzte Woche über Nordkorea beobachtet wurde, ganz in Luft aufgelöst haben.

Und wieder sind es die Südkoreaner: Erst hatten sie vergangene Woche mit der Meldung eines gewaltigen Rauchpilzes von vier Kilometer Durchmesser die Pferde scheu gemacht, nun kommt also auch der Rückzieher aus Seoul.

„Wir glauben, dass es keine Explosion an der Stelle gab, an der der Geheimdienst ursprünglich Hinweise auf eine Explosion vermutete“, ließ Südkoreas stellvertretender Vereinigungsminister Lee Bong Jo vermelden. Es sei wohl doch nur eine natürliche Wolke über das fragliche Gebiet nahe der chinesischen Grenze hinweggezogen.

Nordkorea hatte die Explosionen mit einem Dammbauprojekt begründet, für das ein ganzer Berg gesprengt werden müsse. Dazu seien vergangen Woche zwei größere Sprengungen mit jeweils 150 Tonnen Dynamit durchgeführt worden.

Die Großbaustelle für das Wasserkraftwerk in der Provinz Kimhyungjik, die in dieser Woche von einer europäischen Delegation inspiziert wurde, liegt allerdings gut 100 Kilometer von der Region entfernt, in der vor einer Woche die verdächtigen Rauchwolken beobachtet wurden.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1795916

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