Wissenschaft & Forschung

SETI nach Hause telefonieren

Nach sechsjähriger Laufzeit des Projekts SETI@home wurde nun tatsächlich ein vielversprechendes Funksignal aus 1000 Lichtjahren Entfernung empfangen. Ist das der „Erste Kontakt“?

Auf der Suche nach außerirdischem Leben suchte das Radioteleskop Arecibo in Puerto Rico im Februar 2003 200 Regionen des Weltalls ab, aus denen zuvor bereits mindestens zweimal Funksignale empfangen wurden.

Alle Signale verschwanden. Bis auf eines.

Inzwischen hat das SETI-Team die erneute Analyse abgeschlossen und alle Funksignale scheinen verschwunden zu sein. Bis auf eines.

Das schwache Signal mit der Bezeichnung SHGb02+14a sendet auf einer Frequenz von 1420 Megahertz, irgendwo zwischen den Sternbildern Fische und Widder. Im Umkreis von 1000 Lichtjahren existiert dort kein bekanntes Planetensystem.

Trotzdem gilt die Entdeckung als vielversprechend, denn führende Astronome hatten bereits vor einiger Zeit die Theorie entwickelt, dass außerirdische Intelligenz höchstwahrscheinlich auf dieser Frequenz senden würde, wenn sie auf sich aufmerksam machen wollte.

„Ich bin künstlichen Ursprungs!“

„Das ist die spannendste Entdeckung des gesamten Projekts SETI@home“, frohlockt Dan Werthimer, Radioastronom an der University of California in Berkeley und wissenschaftlicher Leiter des SETI-Projekts.

„Wir suchen nach irgendetwas an diesem Signal, das uns sagt: ‚Ich bin künstlichen Ursprungs!'“, erklärt Forscher Eric Korpela. Bislang sei das noch nicht gelungen, aber die aufgezeichnete Sendezeit von nur knapp einer Minute macht es für die Wissenschaftler schwierig, das Signal gänzlich zu analysieren. Korpela glaubt jedoch ausschließen zu können, dass das Signal auf eine natürliche Funkstörung oder ein anderes natürliches kosmisches Objekt zurückzuführen ist.

Auffällig scheint auf jeden Fall, dass die Frequenz um acht bis 37 Hertz pro Sekunde variiert. „Diese Eigenschaft könnte darauf schließen lassen, dass der Sender auf einem schnell rotierenden Planeten installiert ist, dessen Bewohner die Frequenz nicht an die Planetenrotation angepasst haben“, so Korpela.

Quelle: http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns99996341

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