Politik

Spionageskandal: Kampagne gegen Rumsfeld

Der Angriff sitzt: Pünktlich zum Parteitag der Republikaner torpediert der Spionagefall „Larry Franklin“ den seit Abu Ghureib ohnehin schon schwer angeschlagenen US-Verteidigungsminister Rumsfeld. Insider vermuten eine gezielte Kampagne der Bush-Gegner.

Am Wochenende wurde bekannt, dass Larry Franklin als hoher Beamter des Pentagon sensitive Informationen über den Iran an Israel geschleust haben soll. Der Iran-Experte sei im US-Verteidigungsministerium für den Nahen Osten und Südasien zuständig gewesen und habe aus dieser Position heraus geheimes Material über Mitarbeiter von AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) nach Jerusalem übermittelt.

Israels Regierung dementiert heftigst, seit der Pollard-Affäre noch einmal Spione in den USA eingesetzt zu haben. Außerdem scheint unwahrscheinlich, dass Franklin im Pentagon überhaupt wichtig genug gewesen sei, um an für Israel interessantes Material zu gelangen. „Er war am Ende der Nahrungskette“, wird er von einem Insider beschrieben.

Vor diesem Hintergrund machen Verdächtigungen die Runde, dass mit dem angeblichen Geheimdienstskandal rechtzeitig zum gerade laufenden Parteitag der Republikaner eine weitere Attacke auf Donald Rumsfeld gefahren werden soll, um dessen ohnehin schon wacklige Position weiter zu untergraben.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,315792,00.html

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