Politik

Alawi exekutierte irakische Rebellen

Erneut gibt es schwere Vorwürfe gegen den irakischen Übergangspremier Ijad Alawi: Kurz vor Amtsantritt soll er eigenhändig sechs gefangene Rebellen in einer Polizeistation per Kopfschuss hingerichtet haben.

Diesen Vorwurf erhob der renommierte Irak-Korrespondent der australischen Zeitung „Sydney Morning Herald“, Paul McGeough. Die Hinrichtung habe sich nur eine Woche vor Amtsantritt Alawis ereignet.

In einer irakischen Polizeistation in Bagdad habe Alawi mit den Worten „Jeder von euch hat den Tod verdient“ die Waffe gezogen und ohne weitere Vorwarnung gezielt auf sieben mutmaßliche Attentäter gefeuert. Alle Gefangenen hätten gefesselt und mit Augenbinden ahnungslos an einer Wand gestanden. Sechs der Rebellen seien auf der Stelle tot gewesen, ein siebter habe schwer verletzt überlebt.

Den anwesenden fassungslosen irakischen Leibwächtern und vier amerikanischen Bodyguards habe Alawi anschließend erklärt, so müsse man mit Aufständischen umgehen. Alle hätten „Schlimmeres als den Tod“ verdient.

Auch der irakische Innenminister Falah al-Naqib habe der Exekution beigewohnt und Alawi nach der Bluttat gratuliert.

War Ministerpräsident Alawi ein CIA-Agent?

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,309155,00.html

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