Wissenschaft & Forschung

Methan-Explosion löschte Dinosaurier aus

Das Ende der Dinos kam vor 250 Millionen Jahren. Bislang wahrscheinlichste Ursache: Ein Asteroideneinschlag. Ein Forscher hat nun eine neue Theorie: Eine Methangasexplosion löschte alles Leben aus.

Fakt ist: Beim Übergang vom Perm zum Trias verschwanden beinahe 95 Prozent aller Meereslebewesen und 70 Prozent aller Lebewesen auf dem Festland praktisch von heute auf morgen.

Während ein verheerender Einschlag eines gewaltigen Asteroiden bislang als wahrscheinlichste Ursache für das Massensterben galt, hat Gregory Ryskin von der Northwestern University in Evanston (Illinois) eine neue Theorie entwickelt: Eine gewaltige Methangas-Blase aus den Tiefen des Meeres sei explodiert und habe die Atmosphäre unserer Erde mit Kohlendioxid vergiftet.

Solches Methangas bildet sich aus pflanzlichen Verfallsprozessen und gefrorenen Methanhydraten. Es wird im Wasser gelöst und sammelt sich am Meeresgrund zu gewaltigen Vorräten.

Durch einen Auslöser wie einen kleinen Meteoritentreffer seien diese Gasmassen an die Oberfläche geschossen und hätten dabei gigantische Methanmengen freigesetzt.

Die Sprengkraft einer solchen Methangas-Explosion könne laut Ryskin das Zehntausendfache des heutigen globalen Nuklearwaffenarsenals gehabt haben. Mehr als genug, um alles Leben zu vernichten.

So gewagt die These sein mag – es gibt Anzeichen, dass sie der Wahrheit zumindest sehr nahe kommen könnte. Fossilien aus dieser Zeit zeigen in ihrer chemischen Signatur einen außergewöhnlichen Anstieg des Kohlendioxid-Anteils in der Erdatmosphäre. Genau, wie es als Folge einer solchen Methangas-Explosion zu erwarten wäre.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,262437,00.html

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