Politik

Geheime Operationen von CIA-Flugzeugen auch in Deutschland

Merkwürdig, dass die geheimen CIA-Flugzeuge, die auch in Europa und speziell in Deutschland operiert haben sollen, für so viel Aufsehen sorgen. So geheim sind diese Undercover-Flieger dann ja doch nicht mehr. Auch nicht, dass sie von den USA für Transporte mutmaßlicher Terrorverdächtiger in Länder mit liberalerer Einstellung zur Folter eingesetzt werden.


Nun aber hat die Berliner Zeitung – wahrscheinlich beim Googlen – entdeckt, dass Flugzeuge der Fluggesellschaft Tepper Aviation, die nach einhelliger Meinung dem US-Geheimdienst CIA untersteht, bereits mehrfach auch in Deutschland landeten. Sechs Zwischenstopps von Jets Maschinen der Tepper Aviation hat Autor Andreas Förster gezählt. FACTorFAKE.de hat nachgezählt – und kommt sogar auf mindestens sieben, möglicherweise acht Aufenthalte mutmaßlicher CIA-Flugzeuge auf der Rhein-Main-Airbase in Frankfurt/M.

Auf den Websites Airliners.net und Flugzeugbilder.de, wo Flugzeug-Fans ihre Fotos veröffentlichen können, haben Hobbyfotografen Jets Flugzeuge der Tepper Aviation wie folgt auf der Rhein-Main-Airbase dokumentiert:

Dezember 2001: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N2189M)
20. November 2002: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N838J)
8. Januar 2003: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N8183J)
19. Januar 2003: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N8183J)
[Auf Flugzeugbilder.de datiert Fotograf Konstantin von Wedelstaedt das selbe Bild auf den 18. Januar 2003]
24. März 2003: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N2189M)
2. August 2003: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N2189M)
20. September 2003: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N8183J)
ohne Datum: Lockheed L-100-30 Hercules (Int. Kennung N8183J)

Die oben angeführte Flugbewegung vom 19. Januar 2003 (offenbar das Datum der Landung in Frankfurt) zog einen Zwischenfall im österreichischen Luftraum nach sich: Dort ließ die Luftraumüberwachung am 21. Januar 2003 zwei Abfangjäger vom Typ „Draken“ vom Luftstützpunkt Linz/Hörsching aufsteigen, um die Maschine mit der Kennung N8183J abzufangen und aus dem österreichischen Luftraum zu eskortieren. Die Österreicher vermuteten, dass die Maschine auf einer nicht-militärischen, aber auch nicht-zivilen Mission unterwegs sei.

Tepper Aviation ist nur eine Fluggesellschaft, die getarnt im Auftrag der CIA fliegen soll. Auch die Airlines Aero Contractors, Pegasus Technologies und Premier Executive Transport Services stehen im Verdacht, für den US-Geheimdienst zu arbeiten. Ein Jet der Aero Contractors soll im Januar 2004 beispielsweise den Transport des fälschlich unter Terrorverdacht verhafteten und verschleppten Neu-Ulmers Khaled el Masri nach Afghanistan übernommen haben.

[Update] World.Content.News berichtet, dass die USA sogar Regierungsvertretern von betroffenen Ländern den Zutritt zu von den USA angemieteten Teile ihrer eigenen Luftwaffenbasen verwehren. Entsprechende Informationen gebe es von der Mihail Kogalniceanu Airbase in Rumänien und der Taszár Airbase in Ungarn.

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2 comments

  1. JüLa

    bei den bildern handelt es sich nicht um „jets“ sondern um propellerflugzeuge oder ????
    um knallig zu bleiben könnte man sonDing wohl „TurboProp“ nennen, näch ???

    bisnano
    JüLa

    >

  2. mk

    Stimmt natürlich absolut, war wohl morgens um 2 h ein bisschen unkonzentriert 😉 Um einen Jet handelt es sich selbstverständlich nur, wenn das Flugzeug über Strahltriebwerke verfügt.

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