Politik

Der Kanzler und die schwimmenden Felle

Gerhard Schröder sieht seine Felle davonschwimmen und versucht zu retten, was von seinen Machtphantasien noch zu retten ist. Anders ist wohl nicht zu erklären, was der amtierende Bundeskanzler da momentan treibt. Nach seinem geringfügig realitätsverzerrtensuboptimalenGepolter in der wahlsonntäglichen Elefantenrunde hat Schröder seine Ansprüche am Wochenende drastisch zurückgeschraubt. Angeblich soll er sogar bereit sein, den Kanzlerposten mit Angela Merkel zu teilen.

Im ARD-„Bericht aus Berlin“ hat sich der Kanzler am Sonntag schon einmal deutlich für eine große Koalition ausgesprochen: „Ich bin dafür, dass diese Koalition zustande kommt. Ich werde alles dafür tun, damit sie zustande kommt.“ Was Schröder nicht sagte, BamS aber aus „der Umgebung des Kanzlers“ erfahren haben will: Schröder sei inzwischen auch bereit, die Amtszeit mit Merkel zu teilen. Möglicherweise bestünde Schröder noch nicht einmal darauf, „brüderlich“ zu teilen, sondern sei sogar bereit, den Sessel im Kanzleramt nach weniger als zwei Jahren für Merkel zu räumen.

Angeblicher Grund:

Schröder will nach BamS-Informationen verhindern, daß er und Merkel wegen des Machtgerangels abtreten müssen, um den Weg für ein Bündnis von Union und SPD freizumachen.

Klar, dass die Union nun erst recht Morgenluft wittert und keinen Fußbreit nachgeben will: Wer schon so wackelt wie der Kanzler, wird wohl früher oder später auch umfallen.

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